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Sidebar-Parade

Vladimir Simovic will etwas mehr über die Elemente in Sidebars wissen. In seiner Blog-Parade “Was soll in die Sidebar” ruft er Kollegen auf, den Einsatz der in Frage kommenden Elemente in den Navigationsleisten zu beschreiben. Hier der Rückruf.

Vladimir will heraus finden, wie sich die Interessenlage beim Besucher darstellt. Also für mich stellt sich das erst einmal so dar: Der Inhalt interessert mich vor der Navigation bzw. Sidebar. Und je mehr Seiten ich im Laufe eines Tages besuche, desto mehr interessiert mich (auf der Startseite), mit möglichst einem Blick zu erkennen, worin das Angebot dieser Seite im Wesentlichen besteht.

Tag your Life

Insofern sind die Tags für das weitere Navigieren in Seiten von elementarer Bedeutung, denn sie sind meist nicht an Usability-Ökonomien (siebenplusminuszweilinks) ausgerichtet, sondern stellen Begriffs-Folksonomien dar, die kontextsensitive Netze um verwandte Inhalte spannen. In einem Projekt habe ich das (perspektivisch) eingesetzt, da diese Seite auch zu einem Kulturfenster und Archiv entlang der Jakobswege zwischen Neckar und Bodensee aufgebaut werden soll. Wenn sich jemand beispielsweise für Beuron interessiert, wird er doch recht gerne den Begriff in der Tagcloud anklicken, oder?

Alte Hasen: Die Kategorien

Wer mit Tags arbeitet und diese nicht - wie ich auf meiner Seite (noch) - in die Kategorien einarbeitet, wird zwangsläufig neutralere Kategorienbezeichnungen verwenden und diese auch sparsam einsetzen, wenn nicht sogar die eine (Pflicht-)Kategorie irgendwo im Untermenü verstecken oder excludieren, wenn das wesentliche Anliegen darin besteht, damit nur den RSS-Feed (durch die Blog-Beiträge) zu bedienen.

Die Suchfunktion - vermeintlicher Standard?

Je mehr man auf Tags setzt, desto mehr darf man sich auch die Frage stellen, ob man die Suche nicht einfach unterschlägt, um den Besucher dadurch auf die Tags zu lenken und ihm somit eine inhaltlich vororientierte Suche zu oktroieren. Das schließt freilich aus, dass er trotzdem das findet, was er braucht, weil er das (existierende) Stichwort nirgends eingeben kann. Wenn ich eine Suche einsetze, platziere ich sie linear immer an den Anfang der Sidebar, im Layout dann auch mal oben rechts. Hat den Vorteil, dass man für Suche und Navigation nur eine Sprungmarke benötigt und dem Besucher auch noch mitteilen kann, dass diese beiden Elemente beieinander liegen.

Linkschleudern, die kein Mensch braucht?

Die zeitgesteuerten Archive jeglicher Abart lösche ich in aller Regel. Mir ist es unvorstellbar, dass sie einen Sinn machen. Es sei denn, es gibt seitens der inhaltlichen Struktur eines Angebots einen sinnfälligen Zusammenhang. Mir fällt dazu aber im Moment kein Beispiel ein. Auf der Kippe stehen für die Blogrollen, weil sie die Zahl der Links stark puschen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich auf manchen Seiten mir auf diese Wiese ganz gerne neue Feeds ziehe.

RSS-Feed-Buttons

Die RSS-feed-Buttons platziere ich meistens in den Footer, weil ich sie in einem eigenen Teaser zusätzlich in den Content platziere. Allerdings macht es in Sachen Linearität keinen Unterschied, ob die Buttons im footer oder am Ende der Sidebar sind, denn ich baue meine Templates in aller Regel nach dem Schema: Inhalt - Header - Sidebar - Footer. Wenn es sich seitens des Layouts anbietet, landet der Footer auch mal innerhalb am Ende der Sidebar, wo ich ihn dann gleichzeitig als Wrapper nutzen kann.

Die anderen angesprochenen Elemente sind zur Zeit überhaupt ein Thema, abgesehen davon, dass ich nach dem Motto verfahre: “So wenig Links wie möglich, aber so viele wie notwendig”.

Schlagwörter: Blogs (4), Usability (9), Universelles Webdesign (9), Wordpress (11), Denktank (12).

Autor: Stefan Blanz 23. Januar 2008; RSS-Feed zu diesem Beitrag. Sie können kommentieren oder einen Trackback auf Ihrer Website einrichten.

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